Dienstag, Mai 01, 2007

Bauwägen und Bestimmungslehre

Heute hatte Bodo Neumann-Gutzeit ein paar Freunde zusammengetrommelt :-) und dann haben wir so einen 8 m langen Bauwagen in seinen Garten geschoben. Das war schon krass und die Würstchen schmeckten danach auch mindestens 8 m lang.
Später dann am Abend bin ich in die Philadelphia -Gemeinde gegangen und hab in der MISTI über die Bestimmung des Menschen gelehrt, was nicht nur gut, sondern auch sehr lustig war, weil Freak Alex mich auf englisch übersetzt hat und ich seine Übersetzung manchmal so spannend fand, dass ich "Genau!" ausrief, anstatt weiter zu predigen. Wir alle hatten jedenfalls bei beiden Events sehr viel Spaß. Ora et labora fanden schon die Benediktiner gut.

Montag, April 30, 2007

Kollegialgruppe der Paarberatungsausbildung

Heute versuchen wir wieder den Geheimnissen der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen :-) Ich freu mich drauf, weil wir uns so gut verstehen. Ein angenehmer Tag steht uns bevor. Partytip des Tages: Ruf Leute an mit denen du dich wohlfühlst, triff dich mit ihnen und dann ergründet zusammen irgendein Geheimnis.

Sonntag, April 29, 2007

Konfirmandenvorstellungsgottesdienst in Michaelis

Wow, kann man nur sagen. Das war ein toller Gottesdienst. Die Konfirmanden haben das so toll gemacht. Die Gemeinde hat so intensiv und unter Tränen für die Konfirmanden gebetet. Die Elemente waren eine gelungen Mischung aus Orgel, klassischem Gesang, Jugendband, klassischer Liturgie und modernen Gottesdienstelementen und natürlich auch einer coolen Predigt von mir. Die Kirche war proppenvoll. Hinterher haben wir noch den Film von der Konfifreizeit gezeigt und ich glaube alle waren richtig zufrieden. Ich denke, Gott ist uns begegnet und hat unsere Herzen ganz emmausmäßig in Brand gesetzt.

Samstag, April 28, 2007

Heute wird geliebt

Heute habe ich eine Trauung in Kloster Johannisberg. Sehr coole Location mit tollen Glasfenstern in der Klosterkirche, sowohl alte, als auch moderne, die ein tolles Licht geben! Und ich glaube es wird eine richtig tolle Feier. Da ist ein Hammer-Gitarrist, Christian Moser, Freund des Brautpaars, mit einer krassen Sängerin, Joy, die eine tolle roaring-voice hat. Wir werden einen Sternenhimmel der Liebe mit unseren Worten, unserer Musik und all unseren guten Wünschen über dem Brautpaar ausspannen und unter ihren Füßen hat Sabine Nebel, ebenfalls Sängerin und Managerin des Hotels, einen roten Teppich gelegt und die Kinder werden ihren gemeinsamen Weg als Paar mit Blumen schmücken. Und dann werden wir die Liebe von Michaela und Gerald einfach gebührend feiern. Der Partytip des Tages ist also: Besuche einfach mal ein Paar aus deiner Bekanntschaft und feiere mit ihnen zusammen ihre Liebe zueinander.

Freitag, April 27, 2007

Eiszeit

Wenn ich vom Segen Gottes höre, muss ich immer wieder daran denken, dass uns ein solches Geschehen doch irgendwie ein Lächeln auf's Gesicht zaubern müsste, als hätten wir an einem heißen Sommertag genau die richtige Menge Eiscreme gegessen. Alles andere ist kalter Kaffee ... (was manchem auch ganz gut schmeckt :-)

Mittwoch, April 25, 2007

U-Bahn

Wenn U-Bahnen oberirdisch fahren können, macht mir das Hoffnung, dass auch das Dunkle ans Licht kommen kann, ohne dass wir dann stecken bleiben.

Samstag, April 21, 2007

Heute ist es soweit

Heute predige ich wieder einmal bei den Mennoniten. Ich würde mich sehr freuen einige von euch da wiederzusehen. Das ist immer voll der coole Event mit ca 300 Frühjugendlichen und Spätjugendlichen. Also nichts wie hin.

Freitag, April 20, 2007

Hey, lasst euch segnen

Hey, euch krieg ich schon, scheint der Connor hier zu sagen, und dann segne ich euch voll :-)
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. (Markus 10,13-16)

Der Begriff Segen (v. althochdt.: segan Rückbildung aus segnen, lat. signare mit dem Zeichen [des Kreuzes] versehen) bezeichnet in der Religion das Aussprechen einer wohlmeinenden Formel oder eines Gebetes. Der Segen ist mit Gebärden verbunden (z.B.: Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände), die das wohltätige Wirken Gottes an der gesegneten Person oder der gesegneten Sache symbolisieren sollen (s. Segenszeichen). Segen ist dabei lebensfördernde Kraft. – Das Gegenteil des Segens ist der Fluch.

Im weiteren Sinne wird das Wort Segen heute auch verwendet, um die Freude über ein Geschenk oder eine Situation zu beschreiben. ("Dieses Kind ist ein Segen Gottes für uns.")

Mittwoch, April 18, 2007

Komm doch mal vorbei mit Kuchen

Heute morgen hab ich auf der Fahrt zum Arzt wieder einmal Scrambled Eggs gehört, meine Lieblingssendung bei Radio X und da lief ein cooles Liebeslied wunderschön melancholisch vorgetragen von einer freakigen Frauenstimme mit ungefähr folgendem Text:

"Komm doch mal vorbei mit Kuchen.
Danach geh'n wir noch in den Zoo.
Und dann lassen wir uns suchen
über eine Meldung im Radio."

Irgendwie fühlte ich mich gleich warm und wohlig aufgehoben in meinen Erinnerungen an ein gutes Leben und war dankbar für viele wunderbar skurrile Momente die ich in den letzten ca. 24.703.200 Minuten erlebt und genossen habe. Man muss das Gewohnte doch immer wieder durchbrechen, um das Glück festhalten zu können. So las ich dann in einem Interview in der Psychologie heute vor der Praxis:

"Üblicherweise fragen wir: Was kann ich nicht sehen, weil ich etwas Bestimmtes nicht weiß? Man muss andersherum fragen: Was sehe ich nicht, weil ich etwas Bestimmtes weiß?"

In diesem Sinne freue ich mich heute auf genügend überraschende Sternschnuppen aus der ewigen Heimat für uns alle!

Montag, April 16, 2007

Sonntag, April 15, 2007

Samstag, April 14, 2007

Freitag, April 13, 2007

Donnerstag, April 12, 2007

Hoffnung auf die Auferstehung

Beerdigung, Kolumne schreiben, Bankkonto für die Kinder eröffnen, Hochzeitsvorbereitung - es liegt heute alles so nah beieinander. Bertold Brecht hat gesagt, dass kein Sterblicher zu groß sei, als dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte. Zum Glück bin ich nicht zu groß, sondern nur etwas aufwendiger gestaltet und danke von Herzen für eure Gebete. Ich wünsche euch und mir und mir heute viele innere Auferstehungen, wie sie mein Freund Johannes so wunderbar in einem seiner Heidelberger Fenster zum Ausdruck gebracht hat.

Mittwoch, April 11, 2007

Taunus Wunderland

Yo, da waren wir heute, im Taunus Wunderland, für mich immer noch eine warme Erinnerung an glückliche Kindertage, wilde Träume und eine gute Zeit als Lion und Julian noch klein waren und wir über Jahre immer eine Saisonkarte hatten und jeden Montag dort verbracht haben.

Montag, April 09, 2007

Life Impact 2007

Hier bin ich heute, im Haus Südmähren bei Böblingen und erzähle mennonitischen jungen Menschen etwas über geistliche Blockaden. Aber erst mal gibt's am Morgen ein super mennonitisches Frühstück. Da freu ich mich voll drauf. Mennoniten sind cool! Um 6:00 Uhr bin ich losgefahren, hab 2 Stunden lang mit Elke Reichert und Lothar Kosse Lobpreis gemacht, gelacht, geheult, geschrien - es war einfach herrlich. Die Straßen war'n leer, die Sonne ging auf und ich hab die Gegenwart Gottes sanft in meinem Herzen gespürt. Logo, dass danach mein Herz brannte und ich damit später auch meine jungen Mennofreunde angezündet habe :-) Die Gemeinschaft mit ihnen auf Life Impact 2007 hat mich sehr gesegnet! Vielen Dank dafür.

Sonntag, April 08, 2007

Samstag, April 07, 2007

Freshmaker-Man












Ich habe einen Waldlauf gemacht, also ich bin 9 km durch den Wald gelaufen, und dann hab ich sie gefunden: die Reste vom Gründonnerstag. Urplötzlich lagen sie einfach so friedlich da, direkt vor mir. Und dann hat der Wald zu mir gesprochen und mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich schon 47 Jahre alt bin. "Das ist schon richtig", hab ich geantwortet, "aber Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse mit den Müden zu rechter Zeit zu reden" (Jes 50,4). Dann hab ich die Reste vom Gründonnerstag genommen, mich in Freshmaker-Man verwandelt und bin aufwecken gegangen.

Freitag, April 06, 2007

Karfreitag















Heute denken wir daran, was am 15 April vor 1.977 Jahren geschah. Es bleibt rätselhaft. Aber ich freue mich über die aus dem Unverstehbaren zu mir herüberdrängende Liebe.

Donnerstag, April 05, 2007

Der grüne Donnerstag

Heute ist Gründonnerstag. Cool. Heute wollen wir darum nur das Licht wahrnehmen, das eine Wellenlänge zwischen 520 und 565 nm hat. Und davon gibt's ja schon wieder eine ganze Menge zu sehen an Ampeln und an Straßenrändern und an den gelben Tonnen ein Punkt davon. Außerdem gibt's dann noch den und auch noch den. Ja und wenn das noch nicht zum Feiern ausreicht, dann bedenke doch einmal folgenden Satz: "Das Herz des Menschen ist symphonisch gestimmt." Und dann stimme selbst mit ein in die Symphonie des Lebens, indem du dich ganz bewusst als Teil deiner Familie, deiner Stadt oder Dorfes, der Welt und der Natur wahrnimmst. Halt mal kurz inne und tu es. Und dann freu dich grün!

Dienstag, April 03, 2007

Gebranntes Kind scheut das Feuer

Heute hat der Connor sich die ganze Hand am Bügeleisen verbrannt. Das hat den ganzen Tag ziemlich entschleunigt und uns einen Haufen seelischer Energie abgezapft. Das Positive ist, dass er es wahrscheinlich nie wieder tun wird. Solange wir für die Gefahr blind sind, laufen wir so unbedarft durch die Welt. Möge uns doch die Erkenntnis sanft streifen, damit wir nicht offenen Auges ins offene Messer rennen.

"Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird." (1.Kor 2,14)

"Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben." (1.Joh 5,20)

Montag, April 02, 2007

Lesung in der Martin Luther Gemeinde

So, heute abend ist es soweit. Ich lese mal wieder aus meinem Buch vor. Außerdem lese ich noch ein paar Gedichte von mir, aber auch ein Gebet, ein Gedicht und eine Geschichte, die nicht von mir sind. Für zwischendurch hab ich ein paar äußerst coole Songs auf CD mitgebracht und eins, zwei Lieder werde ich wohl auch selber singen. Wer also Lust hat: Heute abend um 19:00 Uhr im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Außerdem kann man dort natürlich auch wieder das Buch kaufen und signieren lassen :-) Also bis dann, ich freu mich auf euch.

Sonntag, April 01, 2007

Die Sonne scheint

Die Sonne scheint, die Bienchen summen bald wieder und es war ein Tag, den man geniessen konnte. Heute abend wird Troja fallen mit Mr. Black. Heute morgen ein cooler Gottesdienst im CZD mit anschließendem Billiardspiel und genialen Chili-Cheese-Pommes in Darmstadt. Was will man mehr? Nun ja, vielleicht das Leben, das ewige und davor das zeitliche und Glück und Liebe und einen fetten Lottogewinn. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass Jesus zu mir sagt: "Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. (Lk 22,32)" Da kann man nun wirklich nicht meckern und mehr verlangen. Na dann, auf eine gute neue Woche.

Samstag, März 31, 2007

Akademischer Regionaltag in Velbert

Heute bin ich den ganzen Tag mit 2 jungen Freunden zusammen in Velbert auf einer sehr interessanten Tagung zum Thema "Sex- und Internetsucht".

Donnerstag, März 29, 2007

Konfifreizeit Montag - Donnerstag

Bitte betet für uns auf der Freizeit, dass Gott sich allen Konfis offenbart und sie ihm mutig ihr Leben anvertrauen. Danke!

Sonntag, März 25, 2007

Zwischenstop

Oooch, mein Papa hat heute mal kurz in Frankfurt gepredigt und jetzt fährt er schon wieder ein paar Tage weg auf Konfifreizeit zu den Fackelträgern. Darum gibt's hier bis mindestens Donnerstag auch gar nix Neues mehr. Doof! Aber die Predigt war cool. und Tortellini gab's hinterher auch noch :-)

Samstag, März 24, 2007

Positive Familienberatung 5

Heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Lieberhausen, von den lieben Menschen der Positiven Konfliktberatung und ab nach Hause, wo die nächsten Aufträge schon auf uns warten.

Der lebendige Gott ist ein Retter und Nothelfer. (Daniel 6,28)

Dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. (Römer 14,9)

Freitag, März 23, 2007

Positive Familienberatung 4

Da sitzen wir und lernen, dass uns die Köpfe rauchen. Hier die Kollegialgruppe "Bembel-Babbler" mit Mickey, Jakob, Sandra und Neili.

Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des Herrn. (4.Mose 22,18)

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29)

Donnerstag, März 22, 2007

Positive Familienberatung 3

Jetzt sind wir schon mittendrin und Birgit Werner lehrt uns die Geheimnisse der Paar- und Elternberatung.

Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann. (Psalm 71,15)

Paulus schreibt: Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. (Philipper 1,18)

Mittwoch, März 21, 2007

Positive Familienberatung 2

Hier findet die Ausbildung statt. Ein sehr cooles Haus mit einer phantastischen Küche :-) Sandra holt mich um 9:15 Uhr ab und dann geht's so um 14:00 Uhr mit dem Seminar los.

Herr, geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Psalm 143,2)

Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte. (1.Petrus 3,18)

Dienstag, März 20, 2007

Positive Familienberatung 1

Heute singe ich schon mal mein Abschiedslied. Letzte Vorbereitungen für die Abreise morgen und für schon mal für den Gottesdienst am Sonntag und noch einmal Konfiunterricht und dergleichen mehr. Bin etwas gestresst, freue mich aber auf den Ausbildungsblock.

http://www.positive-beratung.de/

Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, darum gedenke ich an dich. (Psalm 42,7)

Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. (Hebräer 5,7)

Montag, März 19, 2007

The coolest drummer on Frankfurt mountain

Lion, der Ältere bringt Connor, dem Jüngeren gerne etwas bei vom Leben an und für sich. Rhythmus, Groove, Feeling und dergleichen mehr - nur mit dem Timing klappt's im Leben manchmal noch nicht so richtig :-) Aber dazu muss ein Körper ja auch erst einmal heranreifen. Das hab ich heute morgen nämlich gelesen:

"Erst über die Aneignungsverfahren, die dem Körperlichen Bewegung, Form, Normierung und Codierung auferlegen, reift der Körper zum Tanzkörper, wobei er nicht allein zum Zeichen generiert, sondern als leiblicher Komplex gefühlter Dynamiken strukturiert und durch die Arten seiner Mobilisierung und Instrumentalisierung begriffen wird. Sein ästhetisches Antlitz verkörpert im Verhältnis von Spannung und Entspannung, im Gebrauch von Kraft und Gewicht, im Aufbau von Haltung und Form, seiner räumlichen Strukturierung und seines zeitlichen Bewegungsfluxus die grundlegenden Prinzipien des jeweiligen tänzerischen Bewegungsinventars. Sie determinieren ein bestimmtes Wissen vom Körper sowie dessen Wahrnehmungsmodi."

Wenn ich meine Frau jetzt tanzen sehen, steigt meine Hochachtung noch mehr und mir wird ganz schwindlig, wenn ich daran denke welche Komplexität hinter dem liegt, was ich gerade beobachte. Aber so ist es ja mit vielem in der Welt, man kann nicht alles wirklich verstehen. Da tröstet mich dann der Satz aus der Bibel, dass Gott ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann (1.Tim 6,16), wenn ich ihn in Verbindung damit bringe, dass Gott mich liebt und mich seinen Freund nennt! "Welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege!" (Röm 11,33)

Sonntag, März 18, 2007

Heute haben sie Geburtstag

Heute hat sie Geburtstag meine geliebte Frau Dany, the most craziest tiger-lamb alive. Und mit ihr zusammen hat unser Sohn Julian Geburtstag. Ein Tag großer Freude und großer Augen also.



Wenn ihr mögt ruft sie an und gratuliert ihnen: 069-5481273. Kaffee und Tee wird ab 15:38 Uhr (Dany wird 38!) getrunken.

Ansonsten seid alle phat gesegnet an diesem Tag des Herrn, geht in irgendeinen Gottesdienst und freut euch in der Tiefe eures Herzens über jeden Sonnenstrahl, der seinen Weg zu euch findet.

Freitag, März 16, 2007

Bin immer noch weg

Bin heute immer noch in Witten auf der Redaktionssitzung der respektablen Jugendzeitschrift Dran und kann deswegen immer noch nichts schreiben und darum schon mal im Voraus euch allen ein wunderschönes Sprungbrett ins Wochenende.

Ich fahre um 15:23 Uhr in Witten ab und steige um 16:51 Uhr in Düsseldorf Hbf am Gleis 12 aus, um den ICE um 17:08 Uhr am Gleis 16 zu erwischen. Um 18:48 Uhr komme ich dann in Frankfurt am Gleis 7 an. Diese Information wiederum für Menschen, die mich "zufällig" auf der Reise treffen oder begleiten wollen :-)

Das ist das Angenehme auf Reisen
dass auch das Gewöhnliche
durch Neuheit und Überraschung
das Ansehen eines Abenteuers gewinnt
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Donnerstag, März 15, 2007

Bin mal eben weg

Bin heute in Witten zu einer Redaktionssitzung der formidablen Jugendzeitschrift Dran und kann deswegen nichts schreiben.

Ich fahre um 9:42 Uhr mit dem ICE am Frankfurter Hauptbahnhof am Gleis 6 ab, komme um 12:59 Uhr in Hagen am Gleis 6 an und fahre um 13:17 Uhr in Hagen mit der S-Bahn vom Gleis 18 nach Witten ab, wo ich um 13:30 Uhr ankommen werde. Diese Informationen nur mal eben so, falls mich irgendwer an den Bahngleisen überraschend treffen möchte.

Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat,
aus der wir stammen,
und die Heimat, nach der wir wandern.
Heinrich Jung-Stilling (1740 - 1814)

Montag, März 12, 2007

Wir fahr'n nach Ulm?

Da würde ich ja mal gerne wieder hinfahren, nach Ulm, ins Münster, wo diese beiden 14 Meter hohen Fenster von Johannes Schreiter länger als alle anderen Fenster in dieser Kirche in intensivstem Blau in die Dunkelheit der Kirche hineinleuchten und auf das dritte Fenster im Bunde warten, das noch nicht ausgeführt wurde. Wer hat Lust?

Und nach langer Zeit auch wieder mal ein hildegardscher Partytip: Begrüße jeden, der heute dein Haus betritt mit einem Stück Brot und sage: Das ist heiliges Brot, ich hab dir's vom Abendmahl gestern im Gottesdienst mitgebracht. Und wenn du nicht beim Abendmahl warst, dann segne das Brot vorher und sage: Möge es Brot des Lebens für deine Seele werden. Das wird ein Fest für Gast und Gastgeber gleichermaßen. Word up!

Übrigens: schon mal Brian Griffing gehört? Lohnt sich!

Samstag, März 10, 2007

Heut' ist mein Geburtstag

Hey, ihr alle da draußen, heute habe ich Geburtstag und mir wächst ein Kreuz aus dem Kopf. Und das Motto meines neuen Lebensjahres aus Jesaja 26,9: "Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen." hört sich nach einer Menge coolem Nachtleben an. Ruft mich an, wenn ihr mir gratulieren wollt: 069-54000776 oder hinterlasst einfach einen Kommentar. Ich freu mich jedenfalls diesen Tag zum 47. Mal zu feiern. Vielleicht lese ich heute mal alle 47. Kapitel der Bibel oder lasse sie mir vorlesen von zufällig bei mir vorbeiirrenden Menschen, die ich wie Engel aufnehmen werde.

Dienstag, März 06, 2007

Es ist so einfach

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird, (also heil, aufrichtig, selbstverwirklicht, zufrieden und im Reinen mit Sich selbst, Gott und der Welt), ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben, (das Vertrauen auf die bedingungslose Liebe Gottes zu uns).

Römer 3,28 - 2 x Juchhu!!!
1. Juchhu für den Inhalt von Gottes Wort. 2. Juchhu für meine erste eigene veröffentlichte Amplified Version eines Bibelverses :-)

Montag, März 05, 2007

Mein Freund Gott und ich und das Loben

Heute morgen hat der Dietmar vom Frankfurter Stadtjugendpfarramt mir dieses schöne Plakat zugeschickt. Die Lesung findet zwar erst im April statt, aber weil ich mich heute schon so darüber gefreut hab, stell ich's einfach schon mal als Blogbild des Tages ein. Ihr könnt euch das übrigens gerne kopieren und per mail an alle eure Freunde schicken, die am 2. April zufällig in oder um Frankfurt herum sind. Oder ihr lasst euch vom Dietmar ein Plakat schicken, dass ihr dann in eurem Zimmer, in eurer Schule oder eurer Gemeinde oder beim Bäcker eures Vertrauens aufhängt. Das wird ein Fest!

Ja und nachdem ich gestern im Gottesdienst eine wirklich gute laute Lobpreisband gehört habe mit Brian dem krassen Schlagzeuger, der mich mit seinem Doublebassdrumpedal begeistert hat, will ich euch unbedingt noch weitergeben, was ich Tolles über das Loben bei simplify gelesen habe: Wenn du jemanden oder seine Arbeit aufrichtig bewunderst und das auch sagst, passiert etwas in dir, im anderen und in eurer Beziehung: 1. Sympathie. 2. Erinnerung. 3. Gemeinschaft. 4. Glück. Und im Einzelnen schlagen sie dazu folgende Übungen vor:

1. Sympathie. Erinnere dich mal an Situationen, in denen du aufrichtig gelobt wurdest – manche davon sind doch sicherlich goldene Momente, die du dein Leben lang nicht mehr vergessen wirst, oder?! Erinnere dich an deine Gefühle, die du in diesem Augenblick gegenüber der Person, von der du gelobt wurdest, empfunden hast: Höchstwahrscheinlich fandest du sie doch nach dem Lob irgendwie sympathischer als vorher, oder? Diesen Effekt könntest du dir heute doch zunutze machen, indem du einen anderen Menschen einfach mal so ganz ehrlich und aufrichtig über den grünen Klee lobst.

2. Erinnerung. Wenn du einen Menschen aufrichtig gelobt hast, bleibst du in seinem Gedächtnis. Das bringt dir aber nur dann etwas, wenn er auch deinen Namen behalten kann. Scheue dich also nicht, deine Visitenkarte und am besten noch ein weiteres Erinnerungszeichen zu hinterlassen (etwa indem du von Hand noch etwas auf die Karte schreibst).

3. Gemeinschaft. Wenn du dir geduldig ein Netzwerk aufbaust (ohne die kurzsichtige Frage „Was bringt mir der?“), wirst du zufriedener, selbstsicherer und du bleibst gesünder. Untersuchungen belegen immer wieder: Soziale Verbindungen stärken dein Herz, sowohl seelisch als auch deinen fleischlichen Herzmuskel.

4. Glück. „Geben ist seliger als Nehmen.“ Diese biblische Weisheit gilt besonders für das Loben. Wenn du ehrliche Bewunderung ausdrückst, empfängt dein Unbewusstes gleichzeitig diese Botschaft: „Ich habe mit hervorragenden Leuten zu tun.“ Und das ist einer der wirksamsten Glücksfaktoren.

Na dann ran an den Speck und gelobt, was das Zeugs hält, auf dass wir Herzmuskelbodybuilder werden. Worauf noch warten, warum nicht starten, lasst alles and're los. (Wer kennt's noch?)

Sonntag, März 04, 2007

Räum mit deinen Enttäuschungen auf

Es ist rund 2 ½ Jahre her, seit ich das letzte Mal hier an dieser Stelle stand und gepredigt habe. Und es ist ein unglaublich gutes Gefühl wieder hier bei euch zu sein. 6 Jahre lang waren diese Räume mein Zuhause und ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Bürotag hier, da musste ich vor Glück richtig weinen und ich denke, es ging Bernd damals genauso.

Dann kamen Konflikte, die wir nicht lösen konnten, und die erst zu unserer Trennung geführt haben und schlussendlich dann zur Trennung der Subzone vom CZF. Das war für Bernd und mich, als wir vor fast 10 Jahren mit der Jugendkirche begonnen haben, unvorstellbar gewesen. Wir haben sogar immer und immer wieder mit heiligem Ernst verkündet: Wenn ihr jemals seht, dass wir uns vom CZF trennen, dann folgt uns nicht! Das darf nicht passieren. Aber wir haben uns getäuscht! Wir sind enttäuscht worden.

Und in diesen letzten 2 ½ Jahren haben viele Menschen viele Enttäuschungen erlebt und eine der wichtigsten Fragen ist jetzt: Wie soll man mit den ganzen Enttäuschungen umgehen? Und darum bin ich heute abend da, um diese Frage zu beantworten. Räum mit deinen Enttäuschungen auf heißt das Thema und das ist auf alle Fälle leichter gesagt als getan. Eigentlich ist es total schwer, denn enttäuscht zu sein ist hart. Aber wenn du es nicht tust, dann müllt deine Seele zu und du endest als geistlicher Messie und findest dich in deinem eigenen Herzen nicht mehr zurecht.

Bevor wir aber mit den Enttäuschungen aufräumen können, müssen wir natürlich erst einmal eine Definition haben, um zu wissen was wir aufräumen sollen: Enttäuschung ist eine emotionale Erkenntnis, die eine Täuschung beseitigt. Enttäuschung entsteht durch die Nichterfüllung von Hoffnungen und Erwartungen. Das darauf folgende Enttäuscht-Sein drückt sich oft in Niedergeschlagenheit und Traurigkeit aus. Eine Enttäuschung entsteht durch den Konflikt zwischen einer Erwartung und dem tatsächlichen Ergebnis. Das ist die etwas leichter zu ertragende wissenschaftliche Variante von Enttäuschung.

Etwas persönlicher und härter wird es, wenn man das mit ein wenig Leben füllt: Du setzt dir ein Ziel und es ist dir so wichtig, dass du alles investierst, um es zu erreichen. Keine Zeit, kein Geld, keine Emotionen sind dir zu schade. Einfach alles gibst du da rein. Vielleicht ist es ein Geschäft, das du aufbaust. Oder eine Freundschaft, in die du alles investierst. Vielleicht ist es ein Projekt oder ein Hobby; auf jeden Fall schlägt dein Puls schneller, deine Augen leuchten glücklich auf und dein Herz brennt, wenn du von deinem Herzblut redest. Und plötzlich fällt alles auseinander. Das Geschäft geht bankrott, die Freundschaft zerbricht, und alles, worin du dich investiert hast, ist verloren. Dein Ziel hast du nicht erreicht, es ist im Eimer! Aus und vorbei. Von heute auf morgen aus deiner Sicht.

Nichts kann uns so enttäuschen wie solche Erfahrungen. Es ist, als ob man dir den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Aber so etwas kann passieren und das nicht nur sprichwörtlich in den besten Familien, sondern auch in den christlichsten Gemeinschaften, weil wir alle Sünder sind und niemand von uns vollkommen ist. Und wer sagt er hätte keine Sünde, sagt die Bibel, der belügt nur sich selbst und Gott. Weil wir alle begnadigte Sünder sind, darum enttäuschen wir uns gegenseitig auch immer wieder. Und so ist es Bernd und mir vor 2 ½ Jahren auch passiert.

Und wenn wir enttäuscht sind, verlieren wir den Mut, neu anzufangen. Wir verlieren unsere Perspektive, die Fähigkeit zu träumen und alle Energie. Wenn du enttäuscht wirst, dann machst du die Augen auf und siehst nur dunkle Nacht, wo du gedacht hast, dass Tag ist. Und solange es Nacht ist, kannst du nichts sehen. Du bist blind. Und solange es Nacht ist, kannst du auch nicht aufräumen mit deinen Enttäuschungen. Solange es Nacht ist, brennt es in deinen Eingeweiden, wobei es doch in deinem Herzen brennen sollte. Solange es Nacht ist, verstehst du nichts von dem, was um dich herum passiert. Solange es Nacht ist, kann dir auch niemand helfen, weil niemand an dich herankommt. Und es gibt Nächte, die sind so dunkel, dass nicht einmal Gott dir helfen kann. In solchen Nächten kannst du doch nur noch dein Kissen vollheulen, gegen irgendetwas treten und laut rumfluchen und schreien: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und was einen dann noch weiter runterzieht, ist, dass man manchmal gar nicht genau weiß, ob man das wirklich darf als Christ, ob man nicht eher fröhlich und geheilt sein sollte und ob Gott dann nicht vielleicht doch ein bisschen sauer ist, wenn man seine Liebe so undankbar mit Füßen tritt.

Wenn du schon mal ein bisschen so in diese Richtung gedacht hast, dann will ich dich heute abend beruhigen. Gott weiß nicht nur, wie die Dunkelheit sich anfühlt, er ermutigt dich sogar deine Enttäuschungen rauszulassen. In der Bibel gibt es einen Psalm, der dir beim enttäuschten Jammern und Fluchen als Vorlage dienen kann. Ich nenne ihn den Psalm, der sich nicht auflöst. Es ist der einzige seiner Art, der Psalm 88: (siehe Blogeintrag von gestern ...)

Also, wenn das nicht von Enttäuschungen spricht, dann weiß ich auch nicht was. Vielleicht ist es dir neu, dass du mit deinen Enttäuschungen und deinem tiefen Frust und deiner Verzweiflung von Gott ausgehalten wirst, ohne dass du nach ungefähr einer halben Stunde dann aber wieder auf Lobpreis umschwenken musst. Aber so ist es. Gottes Wort, die Bibel, spricht von dieser Möglichkeit. Und das gilt auch nicht nur für die Weicheier des Glaubens, für junge Christen, die’s eben noch nicht so drauf haben, sondern auch ganz heiligen Leuten geht es so. Du bist da in guter Gesellschaft.

Ich will dir mal nur 2 Beispiele geben:

Die eine heißt Theresia von Lisieux, eine Teenagerheilige, wie ich es immer im Dschiesses Leif geschrieben habe, eine Frau, die schon als Kind Jesus nachfolgte und die später von der katholischen Kirche immerhin zur Kirchenlehrerin und zur Heiligen erhoben worden ist. Diese Theresia schreibt: „Man muss durch den finsteren Tunnel gewandert sein, um zu wissen, wie dunkel er ist,...wie schwarz die Nacht meiner Seele ist,“ – und ein anderes Mal schreibt sie in einem Brief: „Wenn Sie wüssten, in welche Finsternis ich versunken bin! Ich glaube nicht einmal mehr an das ewige Leben:“

Enttäuschungen sind unglaublich gefährlich, weil sie deine Seele derart erschüttern können, dass du nicht einmal mehr an das ewige Leben glauben willst.

Und das 2. Beispiel ist der große spanische Mystiker Johannes vom Kreuz (16. Jh.), der könnte glatt der Schutzpatron aller Schwermütigen und Enttäuschten sein. „Die dunkle Nacht der Seele“ nennt er eines seiner Hauptwerke, einen Klassiker geistlicher Erfahrungen. Wer dieses Werk beschaulich liest, sagt man, – ob im Strandkorb oder in einer Klosterzelle – spürt, dass er nichts weiß, solange ihm dieser Gang durchs Dunkel „erspart“ geblieben ist.

Und damit wollen wir also jetzt aufräumen. Wie soll das denn gehen? Wenn du noch mittendrin steckst, dann hilft dir nichts viel. Mitten in der dunklen Nacht der Enttäuschung kannst du eigentlich nur auf Freunde hoffen, die es einfach bei dir aushalten und die dich durchtragen. Ich habe da in der Vorbereitung eine ganz krasse Geschichte gelesen, von der ich vorher noch nie etwas gehört habe, die ich euch jetzt aber unbedingt erzählen muss.

Für viele Menschen war der Höhepunkt an den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 nicht, dass gewisse Superstars eine Medaille gewonnen haben. Der Höhepunkt war Derek Redmond. Derek Redmond, dem britischen Läufer, war während des 400-Meter-Laufs ein Muskel gerissen. Doch er setzte das Rennen fort. Sein Gesicht war schmerzverzerrt, und es war eine Qual, ihm zuzuschauen, wie er sich humpelnd und taumelnd die Bahn entlang schleppte. Für die Zuschauer war es deutlich, dass er nicht vorhatte, aufzugeben. Er wollte das Rennen unter allen Umständen beenden. Die meisten Menschen haben vergessen, wer dieses Rennen gewann oder verlor. Aber einen Mann haben sie nicht vergessen: Papa Redmond. Gerade als Derek kurz vor dem Zusammenbruch war und nicht mehr weiter konnte, kam von der Tribüne sein Vater auf ihn zugelaufen. Er winkte dem Sicherheitspersonal ab, legte dem Jungen den Arm um die Schultern und stützte ihn, bis sie gemeinsam die Ziellinie überquert hatten. Das muss ein ergreifender Moment gewesen sein! Was Papa Redmond getan hat, ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Freunde einander stützen können und sich gegenseitig in ihren Enttäuschungen helfen können. In Prediger 4,10 sagt uns Gott: „Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft.“ Wenn du enttäuscht bist und es ist Nacht um dich herum, dann wünsche ich dir von ganzem Herzen einen solchen Menschen, einen Papa Redmond, der mit dir über die Ziellinie humpelt. Und wenn du nicht enttäuscht bist, dann wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du für einen anderen Menschen ein Papa Redmond wirst. Lass dich doch dazu herausfordern und überwinde die Angst vor deiner eigenen Hilflosigkeit.

Und dann gibt es eine Geschichte im Neuen Testament, die uns hilft mit Enttäuschungen aufzuräumen und die eine meiner Lieblingsgeschichten ist. Sie steht in Joh 21,4 und ist zunächst einmal nur ein einziger Vers: „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“ Wenn du enttäuscht bist, ist es Nacht. Es ist als wenn jemand das Licht ausgeknipst hätte, während du gerade mit irgendetwas beschäftigt warst. Du siehst nichts. „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“ Und du siehst ihn. Wenn du enttäuscht bist, dann ist es so, als hätte man dir eine schwarze Mütze über die Augen gezogen; eisenblaue Müdigkeit; verzweifelt und erschöpft wie tot daliegen. Du siehst nichts. „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“ Und du siehst ihn.

Die Jünger sind enttäuscht in dieser Geschichte in Joh 21. Nicht nur, dass Jesus tot ist, der auf den sie all ihre Hoffnungen gesetzt haben, wegen dem sie alles aufgegeben haben, Familien, Häuser, Jobs, Besitz, nicht nur, dass er tot ist und sie erkennen müssen, dass sie auf’s falsche Pferd gesetzt haben. Nein, auch das normale Alltagsleben funktioniert nicht mehr so, wie es früher funktioniert hat. Sie sind doch professionelle Fischer, aber sie haben sich die ganze Nacht redlich bemüht etwas zu fangen, und sie haben es nicht geschafft, sie haben nichts gefangen, sie haben versagt. Und jetzt sind sie müde und abgekämpft und von Grund auf enttäuscht, wie sie da so aus der Nacht heraus in den neuen Morgen hinein fahren. Und da steht jetzt dieser Satz, der mich so begeistert, dass ich ihn manchmal, ganz besonders, wenn ich enttäuscht bin, 50 mal oder mehr vor mich hinstöhnen und seufzen kann, so dass die Leute mich noch mehr für verrückt halten als sonst schon, dieser eine kleine Satz steht da wie ein Leuchtturm in der stürmischen See: „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“

Jesus steht immer am Ufer deines Tränenmeers der Enttäuschungen. Das ist unsere Hoffnung und unsere Zuversicht.

Und jetzt hilft Jesus ihnen mit ihren Enttäuschungen aufzuräumen. Er sagt zu ihnen: „Kinder, habt ihr wohl etwas zu essen?“ Jesus wählt den Weg der Konfrontation. Er hätte ihre Enttäuschung auch einfach übergehen können und nicht den Finger in ihre Wunden stecken. Er hätte sie auch in den Arm nehmen können, um sie zu trösten und ihnen sagen können: Leute, jetzt macht doch mal halblang, das ist doch nicht so schlimm, davon geht die Welt nicht unter. Eure Identität liegt doch nicht in diesem Fischfang, diesem missglückten. Aber Jesus fordert sie heraus und er tut es heute bei dir und mir noch genau so, Jesus fordert die Jünger heraus ihre Enttäuschung auszusprechen, mit einem fetten Psalm 88 oder wie auch immer. Die Jünger entscheiden sich hier in Joh 21 zu einem schlichten Nein. Keine Erklärungen, keine Abwehr, keine Schuldzuweisungen. Der erste Schritt, um mit deinen Enttäuschungen aufzuräumen, ist sie anzuschauen, sie als Enttäuschung zu erkennen und sie zu benennen, sie vor Gott und Menschen auszusprechen.

Manche Leute denken ja es sei besser nicht mehr über enttäuschende Dinge zu reden, um nicht mehr daran erinnert zu werden. Lieber schnell von Gott heilen lassen und Vergebung bekommen und dann ist alles wie weggeblasen. Aber soll ich dir was sagen: Heile, heile Gänschen funktioniert selbst bei Kindern nicht so wirklich. Wir sind ja gerade in der Passionszeit und als ich letzte Woche im Krankenhaus war, wo ich diese Predigt vorbereitet habe, da hab ich einen wirklich guten Spruch gelesen: Passionszeit ist Heilung durch Erinnerung. Mit Enttäuschungen räumt man nicht auf, indem man sie vergisst. Die christliche Vergebung ist keine Amnesie, durch das Kreuz wird sie zur Amnestie! Bernds Frau Anne hat ein wunderbares Lied über die göttliche Amnestie geschrieben, in dem es heißt: Wir sind schuldig und dennoch frei. Darum geht’s in der Vergebung. Es geht nicht um Gerechtigkeit, es geht um Liebe und Gnade.

Räume mit deinen Enttäuschungen auf heißt, dass wir sie anschauen, dass wir unsere Niederlagen vor Augen haben, um daraus 3 Dinge zu lernen:

1. Wie groß die Gnade Gottes in unserem Leben ist.

2. Wie groß die Gnade Gottes darum auch in Zukunft sein wird.

3. Wie groß die Gnade Gottes ist, dass wir Dinge anders machen dürfen und können, als wir es früher getan haben.

Wenn wir mit unseren Enttäuschungen aufräumen wollen, dann können wir das auf jeden Fall nicht alleine. Wir brauchen andere Menschen, die uns helfen. Wir brauchen Menschen, die wie Jesus am anderen Ufer stehen, die uns schon vorausgegangen sind, die den Weg schon kennen und an denen wir uns orientieren können. Wir brauchen Vorbilder.

Und wir brauchen Freunde, die uns an Jesus dran halten. „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“ Und Jesus schickte die Jünger noch einmal los und daraufhin machten sie den größten Fang ihres Lebens. Und für mich ist das ein Sinnbild dafür, dass man sich noch einmal auf die Enttäuschungen einlässt und das kann man nicht besser tun, als im Gebet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Beten für Situationen und Menschen, mit denen ich gerade im Konflikt stehe oder die mir nicht wohl gesonnen sind, praktische geistliche Auswir­kungen hat. Und die beste Möglichkeit, für andere zu beten, ist, das Vaterunser für sie zu sprechen. Wenn ich also in den letzten 2 ½ Jahren für Bernd gebetet habe, dann habe ich gesagt:

Bernds Vater im Himmel, in Bernds Namen werde Dein Name geheiligt, Dein Reich komme für Bernd. Dein Wille geschehe durch ihn wie im Himmel, so auf Erden. Gib ihm sein täglich Brot und alles, was er braucht, um leben zu können. Vergib ihm und hilf ihm, anderen zu vergeben. Versuche ihn nicht, denn er ist genauso schwach wie wir alle, und erlöse ihn von dem Bösen. Lass Bernd an Deinem Reich Freude haben und an Deiner Kraft und an Deiner Herrlichkeit, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Während ich so bete, stelle ich mir Bernd vor und den auferstande­nen Christus in ihm, der in ihm mittlerweile fast so viel Platz hat, wie in mir. Wenn du so für deine Enttäuschungen betest, dann hat das mehrere prak­tische Folgen. Wenn du Gott darum bittest, bestimmten Leuten zu helfen, wird es dir sehr viel schwerer, diesen Menschen unfreundlich zu begegnen. In der Fürbitte liegt eine tiefe Kraft. Wir Menschen stehen nämlich in sehr viel näherem Kontakt miteinander, als wir uns das innerhalb unseres materialistischen Weltbildes vorstellen können. Und durch das Gebet öffnet man sich einer neuen Dimension der Wirklichkeit, und das Gebet kann so zum Kanal für das heilende Wirken Gottes werden.

„Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“ Und wir alle brau­chen seine helfende, führende Hand, wenn wir mit unseren Enttäuschungen aufräumen wollen. Wir brauchen die Hand Jesu, die unser zerbroche­nes und verunsichertes Herz heil machen kann. Wie kannst du seine Hand ergreifen? Indem du dir über die folgenden Grundwahrheiten klar wirst:

Erstens: Gott ist da, er steht am Ufer, und du bist ihm nicht egal. Die Bibel fordert uns an einer Stelle auf, alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen, denn er sorgt für uns (1. Petrus 5,7). Geh zu ihm im Gebet, rede mal ganz offen mit ihm, so wie du mit einem guten Freund reden würdest, auch wenn du noch gar kein Christ bist. Versuchs einfach mal, du kannst nichts dabei verlieren.

Und zweitens: Gott liebt dich und wird dir durch deine Enttäuschungen hindurch helfen. Die Bibel verspricht an einer anderen Stelle: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten zusammenwirken. (Römer 8,28) Das macht einem Hoffnung, dass Jesus wirklich am anderen Ufer wartet. „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am anderen Ufer.“

Wenn du Gott zum Zent­rum deines Alltags machst, wenn du dein Vertrauen allein auf ihn setzt, wenn du auf sein Wort hören und es zum Maß­stab deines Lebens machst, dann werden sie heilen, die tiefen Wunden, die die Enttäuschungen in deiner Seele geschlagen haben.

Donnerstag, März 01, 2007

Wer sich über die meisten Dinge freuen kann

Bin mal eben zwischendurch aus dem Krankenhaus raus. Meinem Sohn Julian geht's schon viel besser, aber ein paar Tage muss er wohl noch drin bleiben. Naja und was seh ich da auf meinem Schreibtisch? Einen Zettel mit den Worten: Die Freude ist ein großes Heilmittel. Versuchen Sie sich an so vielen Dingen wie möglich zu freuen - an einem Lächeln, einer Blume, einem guten Essen, schöner Musik und dergleichen mehr. Vielleicht nimmst du einfach deinen Partner oder einen Freund und dann macht ihr einen Wettbewerb wer sich in einer Stunde oder mehr an den meisten Dingen erfreuen kann. Die muss man natürlich rekapitulieren und dem anderen erklären können. Da darf man doch gespannt sein wie viele Dinge da wohl zusammenkommen. Und wer gewonnen hat, darf sich auch darüber noch freuen. Das kann ich jetzt gut gebrauchen.