Juchhu, wir haben Urlaub bis zum 30. Juli und machen ganz viel tolle Dinge als Familie. Das ist also eine gute Gelegenheit mal in den alten Posts zu wühlen udn vielleicht den einen oder anderen fetten Kommentar abzulassen :-) Ich freu mich drauf euch alle im August wiederzusehen. Bis dahin: Pflanzt jeden Tag ein Lächeln und feiert jede Gelegenheit. Alles Liebe, euer Mickey
Montag, Juli 09, 2007
Der Blog hat Urlaub ...
Juchhu, wir haben Urlaub bis zum 30. Juli und machen ganz viel tolle Dinge als Familie. Das ist also eine gute Gelegenheit mal in den alten Posts zu wühlen udn vielleicht den einen oder anderen fetten Kommentar abzulassen :-) Ich freu mich drauf euch alle im August wiederzusehen. Bis dahin: Pflanzt jeden Tag ein Lächeln und feiert jede Gelegenheit. Alles Liebe, euer Mickey
Samstag, Juli 07, 2007
Israeltag in Kassel
Am Samstag fahren wir mit den Konfirmanden aus der Michaelisgemeinde nach Kassel zu diesem Begegnungstag zwischen arabischen, israelischen und deutschen Kindern und Jugendlichen. Das wird bestimmt sehr spannend. Wir treffen uns um 06:30 Uhr am S-Bahnhof Berkersheim und fahren dann mit Hessentickets nach Kassel und kommen abends so gegen 21:00 Uhr wieder zurück. Vielleicht kommen noch ein paar mit? Ich bin gespannt :-)
Samstag, Juni 30, 2007
Gerechtigkeit
Amos hat's voll drauf. Dazu kann man auch gar nicht mehr viel sagen. Sehr provokant. Was bedeutet das für mein persönliches Alltagsleben? Und was für die Art und Weise, wie wir christliche Gemeinden aufbauen und Jugendarbeit machen? Ich bin heute bei jungen Mennoniten in Karlsruhe-Durlach auf dem Thomashof und wir denken darüber nach, wie ihre Jugendarbeit weitergehen kann. Ich bin sehr gespannt.
Freitag, Juni 29, 2007
Freundschaft
Ich hab da mal von 7 Kennzeichen gelesen, die eine gute Beziehung ausmachen:1. Erstes Kennzeichen: Freunde teilen Ihre Freude. Neidische Reaktionen können hier zerstörerisch wirken. Das erinnert mich an Joh 15,11: „Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und an eurer Freude nichts mehr fehlt.“ oder auch an Lk 10,17-21: „Die Siebzig kamen zurück und berichteten voller Freude: „Herr, sogar die bösen Geister gehorchen uns, wenn wir uns auf deinen Namen berufen!“ (...) „Aber nicht darüber sollt ihr euch freuen, dass euch die bösen Geister gehorchen. Freut euch lieber darüber, dass eure Namen bei Gott aufgeschrieben sind!“ Damals wurde Jesus vom Geist Gottes mit jubelnder Freude erfüllt (...)“
2. Zweites Kennzeichen: Freunde wünschen einander gute Beziehungen. Freunde sollten nicht besitzergreifend und vereinnahmend sein, sondern den Freund darin unterstützen, weitere Beziehungen zu anderen positiv aufzubauen und sich nicht von anderen zu isolieren. Das ist natürlich die Grundlage der Evangelisation. Und das hat mich an Joh 17 erinnert, wo Jesus für uns betet. Jesus wünscht uns gute Beziehungen zu sich selbst und untereinander und sagt, dass dadurch weitere Beziehungen zu anderen positiv aufgebaut werden.
3. Drittes Kennzeichen: Freunde investieren sich: Sie sind in Notsituationen da und geben keine vorschnellen Ratschläge. Das sieht man in der Geschichte mit den Emmausjüngern. Das zeigt Jesu emotionales Engagement bei der Auferweckung des Lazarus und über allem natürlich sein Opfertod am Kreuz für uns, ohne moralischen Belehrungen und ohne zu wissen, ob wir den überhaupt auch annehmen werden.
4. Viertes Kennzeichen: Freunde hören zu und handeln: Hierbei sollten Freundschaften keine Einbahnbeziehungen werden, in der der eine nur gibt und der andere nur nimmt. Joh 14,10-13: „Was ich zu euch gesprochen habe, das stammt nicht von mir. Der Vater, der immer in mir ist, vollbringt durch mich seine Taten. (...) Wer im Glauben mit mir verbunden bleibt, wird die gleichen Taten vollbringen, die ich tue. Ja, er wird noch größere Taten vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Wenn ihr dann in meinem Namen, unter Berufung auf mich, um irgendetwas bittet, werde ich es tun.“
5. Fünftes Kennzeichen: Freunde teilen Wissen: Ein guter Freund teilt sein Nachdenken über eine besondere Situation, er gibt aber genügend Freiraum für eigene Entscheidungen des Freundes. Joh 15,15: „Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich vom Vater gehört habe.“ Aber ich denke hier auch an die Geschichte mit dem reichen Jüngling, den Jesus ziehen lässt. Er hat ihm den Freiraum für eine eigene Entscheidung gegeben.
6. Sechstes Kennzeichen: Freunde helfen zum Erfolg: An dem Wunsch, um jeden Preis erfolgreich zu sein, zerbrechen viele Freundschaften. Oder eine Freundschaft gerät in Gefahr, wenn der andere sich weiter entwickelt. Hier wurde ich sehr stark an einen meiner absoluten Lieblingsverse aus der Bibel erinnert, Ps 127,2: „Vergebens ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, euch spät niedersetzt, das Brot der Mühsal esst. Soviel gibt er seinem Geliebten im Schlaf.“
7. Siebtes Kennzeichen: Freunde vermitteln wichtige Beziehungen ... ... zu anderen Menschen oder Hilfsangeboten, die in schwierigen Situationen weiter helfen können. Wenn wir jemandem von Jesus erzählen oder wenn Jesus uns irgendwo hinführt, wo wir überraschend Hilfe bekommen. Hier dachte ich auch an den Vers aus Mt 10,19: „Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.“
Donnerstag, Juni 28, 2007
Mittwoch, Juni 27, 2007
Die Nordsee-Manie

Wenn der Kopf über dem Arm jetzt auch noch wie ein Auto guckt ... :-) Diese Nordsee-Manie kann ganz schön quick überhand nehmen. Da lob ich mir doch ein Tattoo wie dieses:
Montag, Juni 25, 2007
Ein Fest feiern
"An diesem Punkt wird ein Gedanke unvermeidlich, der, wie ich viele Male erfahren habe, den meisten Menschen sehr unsympathisch zu sein scheint. Er lautet, kurz gesagt, folgendermaßen: Ein Fest feiern heißt, die Zustimmung zur Welt im Ganzen auf unalltägliche Weise zum Ausdruck zu bringen. Wer die Wirklichkeit nicht im Grunde für „gut” und „in Ordnung” hält, kann kein Fest feiern, so wenig wie er „Muße wirken” kann. Das heißt : Muße ist an die Voraussetzung gebunden, dass der Mensch der Welt und auch seinem eigenen Wesen zustimmt. Und jetzt kommt das ebenso Anstößige wie Unausweichliche : Die äußerste Form der Zustimmung zur Welt im Ganzen, die überhaupt gedacht werden kann, ist das Gotteslob, die Preisung des Schöpfers, der Kultus. Damit ist dann auch die letzte Wurzel von Muße benannt."
Mittwoch, Juni 20, 2007
Rosenduft liegt in der Luft
Freitag, Juni 15, 2007
Grün
Dienstag, Juni 12, 2007
Erdbeeren
Hildegard von Bingen bezeichnete Erdbeeren noch als Küchengift. Ich wünsche dir trotzdem, dass du die ersten Erdbeeren mit Bowle, Torte oder Eis feiern kannst. Kennst du übrigens die alternative Methode zur Gewinnung von Brom? Man pflückt viele Brombeeren und legt diese für einige Zeit auf die Erde. Dabei verbinden sich die Beeren mit der Erde zu Erdbeeren und das Brom wird frei. Cool, was?
Montag, Juni 11, 2007
Herrn Geröllheimers Methoden
Vom heiligen Barnabas berichtet eine Legende, dass er Kranke heilte, indem er ihnen das Matthäusevangelium auflegte. Klingt ganz schön charismatisch :-) Vielleicht liest du heute einfach mal jemandem aus dem Matthäusevangelium vor. Das wär doch schon mal was für den Anfang :-)
Samstag, Juni 09, 2007
Petersiliensaft
Ein Tip, der besonders bei Jugendlichen Feierstimmung auslösen dürfte kommt von HvB: Betupfe deine Pickel und Mitesser regelmässig mit frisch gepresstem Petersiliensaft. Aber wo bekommt man den denn heute noch? Vielleicht in einer Schicki-Micki-Bio-Bar :-) In Monaco hat jedenfalls ein neuer Bioladen aufgemacht. Damit die Reichen sagen können: Ich fahr mal eben mit dem Ferrari rüber in' Bioladen einkaufen und tu was Gutes für dieUmwelt :-)
Sonntag, Juni 03, 2007
2 Gottesdienste an 1 Tag
Samstag, Juni 02, 2007
Hoffest der Baptisten am Zoo
Mittwoch, Mai 30, 2007
Noch mehr Zeichnungen ...
Neulich nachts ist mein 10jähriger Sohn Julian aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Da nahm er sich Stift und Papier und malte Kirchenfenster im Schreiter-Style. Cool, oder? Kirchenfenster können ja eine Membran zum Ewigen sein. Und dazu hab ich heute etwas Tolles bei Hildegard von Bingen gelesen: "Die Macht der Seele kann man in den Augen des Menschen sehen, wenn seine Augen klar, hell und durchsichtig sind, weil die Seele mit Macht im Körper wohnt, um recht viele Werke in ihm zu vollbringen. Die Augen des Menschen sind nämlich die Fenster der Seele." In diesem Sinne ist mein Partytip heute zweigeteilt: Zum einen empfehle ich heute einmal einem anderen Menschen tief in die Augen zu schauen und ein wenig darin zu verweilen. Das allein könnte schon ein Fest auslösen. Zum anderen versuche doch einmal eine Kirche in deiner Nähe zu finden mit schönen Fenstern und dann setz dich mal ins Licht dieser Fenster und lausche in die Ewigkeit Gottes hinein. Das kann ebenfalls ungeahnte Feste mitten im Alltag auslösen!
Dienstag, Mai 29, 2007
Sind das nicht tolle Zeichnungen?

Nachdem unser Wäldchestagausflug heute ins Wasser gefallen ist, hat mein ältester Sohn Lion mich mit ein paar ausgezeichneten Satirezeichnungen zum Schmunzeln gebracht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, ich finde sie hervorragend. Lion wird im Juni 12 Jahre alt ...
Montag, Mai 28, 2007
After Hour Hochzeit
Lesung
Ich lese jetzt 2 Texte aus der Bibel darüber, wie Gott sich das Zusammenleben zwischen Menschen im Allgemeinen und das von Mann und Frau im Besonderen vorgestellt hat.
Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüsste alle Geheimnisse Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts. Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst. Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand. Einmal werden keine Propheten mehr zu uns sprechen, das Beten in anderen Sprachen wird aufhören, die Erkenntnis der Absichten Gottes mit uns wird nicht mehr nötig sein. Nur eins wird bleiben: die Liebe.
Und jetzt lese ich den wohl am meisten missbrauchten Text aus der Bibel, Kapitel 5 des Epheserbriefs:
31 Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.
32 Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.
21 Ordnet euch einander unter in der Ehrfurcht vor Jesus,
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,
26 damit sie ihm ganz gehört. Durch sein Wort hat er sie von aller Schuld gereinigt. Wie eine Braut soll seine Gemeinde sein: schön und makellos, ohne jeden Fehler, weil sie allein Christus gehören soll.
28 So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde.
30 Denn wir sind Glieder seines Leibes.
33 Deshalb sage ich noch einmal: Ein Mann soll seine Frau so lieben wie sich selbst. Und die Frau soll ihren Mann achten und ehren.
22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn.
23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat.
24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem.“
Liebe Judith, lieber Yves, liebe Verwandte, liebe Freunde, liebe Hochzeitsgemeinde.
Aller guten Dinge sind drei, sagt man. Jetzt hab ich aber erst 2 Bibeltexte vorgelesen. Aber vielleicht haben die auch schon dem einen oder anderen für drei gereicht. Darum noch ein kurzes aufklärendes Wort zu dem Eph 5 Text, der von Männern in der Geschichte bis heute so übel missbraucht wurde, um die Frauen zu unterdrücken. Wenn Paare zu mir in die Eheberatung kommen und der Mann beruft sich mal wieder auf Eph 5, dann sage ich den Frauen immer: So lange er nicht für euch stirbt, braucht ihr euch auch nicht unterzuordnen. Wenn er aber für euch stirbt, dann heißt „unterordnen“ einfach nur noch sich diese Liebe gefallen zu lassen und sich da einzuordnen, in dieses Geheimnis, dass Gott der Welt seine Liebe unter anderem auch anhand der Liebesbeziehung zweier Menschen deutlich machen will.
Liebe Judith, lieber Yves, ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr Gottes Liebe vom Himmel auf die Erde herunterholt und in eurer Ehe auslebt. Denn die Art und Weise, in der ihr miteinander umgeht, ist ein Versprechen und ein Zeichen auf eine neue Welt hin. Gott will euer Leben nehmen, um darin sein Leben, seine Liebe sichtbar zu machen und das Werk Christi in unsere Zeit und in unseren Erfahrungsbereich hinein sichtbar zu machen. Paulus hielt sein Leben lang und in allen Umständen an seiner Vision einer Gegenkultur der Liebe fest, weil er von Gottes Liebe durchdrungen war und deswegen schrieb er in seinem Brief an die Epheser: „Dass Mann und Frau in ihrer Liebe ein Fleisch sein werden, das ist so ein großes Geheimnis. Ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Paulus sagt: Unsere Hoffnung ist das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, unsere Hoffnung ist das Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus, und am deutlichsten wird diese Hoffnung zum Ausdruck gebracht in der Art und Weise wie Mann und Frau in Liebe miteinander umgehen. So gesehen ist die Ehe zweier Christen tatsächlich ein Sakrament, ein heiliges Zeichen für Gottes Liebe in einer kaputten Welt.Um die Vision der Liebe nicht aus den Augen zu verlieren, habt ihr euch Jesus Christus anvertraut und sein Wort über eure Ehe gestellt und das ist das dritte Bibelwort, das ich vorlese. Es ist euer Trauspruch: „Gottes Wege sind vollkommen, des Herrn Worte sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.“ Dieser Bibelvers soll euch ein Leitmotiv von Jesus her in eurer Beziehung sein. Nun kann man über Jesus Christus denken was man will, aber seine radikale Liebe, die er bis zur letzten Konsequenz ausgelebt hat, verdient Respekt oder auch Ehrfurcht.
Und ich will euch drei gute Dinge mitgeben, die mir im Nachdenken über euren Trauspruch und im Rückblick auf unsere Gespräche gekommen sind.
1. Gottes Wege sind vollkommen
2. des Herrn Worte sind durchläutert
und 3. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
So habt ihr es euch ausgesucht, weil’s in der Lutherversion so schön klingt. Dieser Vers hat etwas in euch angesprochen, auch wenn das Wort „durchläutert“ ein bisserl gewöhnungsbedürftig erscheint. Also hab ich mir mal ein wenig näher angeschaut, worum es in diesem Vers eigentlich geht.
1. Gottes Wege sind vollkommen
Wenn man zusammen auf eine Reise gehen will, dann ist es aus vielerlei Gründen gut, wenn man einen Reiseführer hat. Ein guter Grund ist zB der, dass man sich vor nichts zu fürchten braucht, wenn man einen Freund hat, der den Weg kennt. Das sagt der kleine Tiger zum Bären als sie auf der Reise nach Panama sind, dem Land das über und über nach Bananen riecht. Und auch in der Bibel, im Buch des Predigers stehen gute Gründe für einen Reisebegleiter: „Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft! Wenn zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen, doch wie soll einer allein warm werden? Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: „Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“
Das hebräische Wort für Weg (däräk) meint den durch Betreten festgetretenen Weg, wobei meist an eine durch Fußgänger, Reiter und Karawanen gezogene Spur zu denken ist. Den Weg, den ihr jetzt zusammen als Paar gehen wollt, den sind schon viele vor euch gegangen, so dass der Weg schön festgetreten ist, man kann eigentlich gut auf ihm gehen. Ein wenig mulmig wird es einem vielleicht, wenn man die von der Sonne ausgebleichten Knochen der Beziehungsleichen am Wegesrand anschaut. Aber so lange man auf dem festgetretenen Weg Gottes bleibt, kommt man gut voran. Denn Gottes Wege sind vollkommen, sie sind tamim. tamim heißt vollständig, unversehrt, ganz, fehlerfrei, vollkommen. Gott hat über den Weg einer Beziehung gut nachgedacht und seine Vorschläge, wie wir sie in 1.Kor 13 gehört haben oder auch in Eph 5 oder seine Gedanken zur Vergebung und Versöhnung und zu Lust und Leidenschaft sind vollständig. Gott weiß, wie Menschen glücklich werden können.
Als ich so dieses Wort tamim vor mir gesehen habe, da musste ich an unberührte Wege im Schnee denken. Das sind ja meistens auch Wege, auf denen schon viele Menschen vor einem gegangen sind und die eigentlich festgetreten sind. Aber durch den Schnee sieht es dann plötzlich aus, als wäre da noch niemand gegangen und man kann selber auf dem sicheren Untergrund des befestigten Weges im Schnee eine neue Spur legen. Das Leben, das vor euch liegt ist neu und unberührt, es ist terra incognita, so wie es Frankfurt am Anfang für dich gewesen ist, lieber Yves. Wie gut, dass du Judith gleich zu Anfang als ihr euch im Auto über Frankfurt rumgekabbelt habt auf der Nachhausefahrt von dem Schulfest, auf dem du Judith zunächst einmal als Pennerin, Moderatorin und Stimme vom Hammering Man begegnet bist, wie gut, dass du dich da gleich getraut hast sie als Reiseleiterin anzusprechen und sie provozierend gefragt hast: „Na dann zeig mir doch mal schöne Stellen in Frankfurt!“ Und wie gut, dass Judith darauf eingegangen ist, nachdem sie ihre Kompetenz unter Beweis gestellt hatte indem sie wusste, wie man Yves schreibt und was ein Phasenprüfer ist. Da spürte Yves schon gleich: Diese Frau geht mit beiden Beinen auf sicheren festgetretenen Wegen.
Das hebräische Wort für Weg kann auch die noch zurückzulegende Strecke bezeichnen oder auch den Weg, den man schon gemeinsam gegangen ist. Wenn man sich anschaut, was ihr beiden miteinander schon durchgestanden habt, könnte man auf die Idee kommen, dass dem lieben Gott da doch irgendwie etwas leicht entglitten ist. 2 Jahre habt ihr gemeinsam ein tiefes Tal der Krankheit durchschritten. Aber woran ihr leicht auch hättet zerbrechen können, hat eure Liebe nur wachsen lassen und gestärkt. „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ Das hat die Judith zu Yves und Yves zu Judith gesagt und beide zusammen haben es zu Gott gesagt. Und am Ende dieser dunklen Zeit haben sie gemerkt, dass Gottes Wege vollkommen sind. Dieses Gefühl, dass Gott bei euch ist und dass ihr beiden auch in schweren Zeiten zueinander steht, das hat sich jetzt in euer Gedächtnis eingebrannt. Und da das Gedächtnis ja über Gefühle organisiert wird, besteht die berechtigte Hoffnung, dass ihr auch in Zukunft auf den vollkommenen Wegen Gottes gemeinsam als Liebespaar gehen werdet.
Das war das Erste und jetzt kommt das Zweite von den guten drei Dingen:
2. des Herrn Worte sind durchläutert
Okay, da müssen wir natürlich zuallererst einmal erklären worum es sich bei diesem „durchläutert“ handelt. Das hebräische Wort zerupha bedeutet bewährt, geprüft, echt, durch Feuer gereinigt. Und das hat dir, lieber Yves, ja schon von Anfang an an Judith so gefallen, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und geradeheraus sagt, wie’s ist und was sie denkt. Ihre Worte sind nicht verbogen und nicht abschätzend, taxierend, was wird wohl dabei herauskommen, wenn ich dies oder jenes sage. Damit hat sie sich bestimmt schon das eine oder andere Mal den Mund verbrannt. Aber da brennt ein Feuer in ihr, das ihre Worte durchläutert. Und auch du bist ein solcher Mann, Yves, du sagst vielleicht nicht ganz so viele durchläuterte Worte, wie die Judith, aber das was kommt, das steht fest. Darauf kann man sich verlassen. Und wenn du heute nach reiflichster Überlegung Judith dein Ja-Wort gibst, dann wird das stehen, so wie auch Judiths Wort stehen wird. Und noch viel mehr gilt das für die Worte Gottes. Diese Worte, diese Versprechen sind auch durch das Feuer gereinigt, die sind vielfach geprüft mit einem göttlichern Phasenprüfer und haben sich im Leben von so vielen Menschen bewährt.
Und dann kommt hinzu, dass hier ganz besondere Worte gemeint sind, des Herrn geläuterte Worte sind keine akademischen Klugscheissereien, sondern imrah – imrah sind Worte im Sinne von dichterischer Rede bzw im Sinne von Liedern. Das finde ich eine sehr schöne Vorstellung, dass Gott euch seine Weisheiten über das Leben im Allgemeinen und über eure Beziehung im Besonderen zusingt. Denn gerade wenn man weise Worte am Dringendsten braucht, kann man sie emotional gar nicht so richtig annehmen. Und mit Musik geht alles besser. Musik beruhigt uns und wir sind geneigt einem Lied eher zuzuhören als einem guten Rat. Das Lied setzt sich dann auch noch als Ohrwurm in uns fest und lässt uns noch ganz lange über das Gesagte nachdenken. So wirken auch des Herrn durchläuterte Worte.
Und mit solchen verdichteten und gedichteten Worten habt ihr ja auch schon gute Erfahrungen gemacht, ich erinnere nur an das Geburtstagsgedicht, dass es im Fundament eurer Beziehung immerhin auf Platz 1 geschafft hat. Darum will ich die Aussage „des Herrn Worte sind durchläutert“ auch noch einmal mit einem Gedicht verdeutlichen, von einer meiner Lieblingsautorinnen, Rose Ausländer, der großen deutsch-jüdischen Lyrikerin:
Der Auferstandene
küsst
mein erfrorenes Wort
tote Seelen
bitten mich um
ein treues Gedicht
das
die Würmer erwürgt
So sind durchläuterte Worte. So wird es wohl auch gewesen sein, als vor nicht allzu langer Zeit an einem vielen nicht unbekannten Teich in dem schönen Städtchen Gensingen Yves auf die Knie fiel und Judith den Ring entgegenstreckte und sie ganz durchläutert fragte, ob sie seine Frau werden wolle. Und obwohl das exakt 4 Jahre nach ihrem ersten Treffen geschah, bei dem sich Judith und Yves den durchaus verwirrenden Film „Vanilla Sky“ angeschaut haben, ließ sich Judith unter dem „Gensinger Sky“ nicht verwirren, sondern sagte mit beiden Bein en auf festgetretenem Wege stehend Ja.
Das war das Zweite und jetzt kommt das Dritte von den guten drei Dingen:
3. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen
Liebe geht durch den Magen sagt man und Vertrauen geht auch durch den magen. magen ist auch das hebräische Wort für Schild. Das Wort steht für die Schutzwaffen, die auch als Schmuck aufgehängt werden können, damit man sie immer vor Augen haben kann, als einen bildlichen Ausdruck für Gott als Schutzmacht. Auch der Schuppenpanzer von Tieren kann so bezeichnet werden, also sozusagen eine dicke Haut durch das Vertrauen bekommen. Und die kann man schon gebrauchen, denn unser Vertrauen zueinander wird täglich aufs Neue so angegriffen, dass es fast schon eine vom Aussterben bedrohte Tierart ist. „Kann man denn überhaupt niemandem mehr trauen?“ Sicher ist jedem von uns schon einmal dieser Gedanke durch den Kopf geschossen, wenn er von einem Menschen enttäuscht wurde. In einer solchen Situation enttäuscht zu sein, ist eine ganz normale Reaktion. Viele Menschen jedoch, die schlechte Erfahrungen mit ihren Mitmenschen gemacht haben, sind nicht nur enttäuscht, sie werden auch sehr misstrauisch und entwickeln eine feindselige Haltung gegenüber anderen. Das Misstrauen ist für sie eine Art Schutzschild, das sie vor schlechten Erfahrungen bewahren soll – nach dem Motto: Wenn man nichts erwartet oder wenn man gar mit dem Schlimmsten rechnet, dann kann man auch nicht enttäuscht werden. Und da ist ja auch durchaus etwas dran. Aber durch diese Einstellung verhindert man auf der anderen Seite auch, mit anderen Menschen positive und befriedigende Erfahrungen zu machen.
Wenn wir als Kinder enttäuscht wurden, dann sind wir zunächst einmal oft einfach nur heulend zu Mama oder Papa gerannt und haben uns hinter ihrem Rücken versteckt. Mama und Papa waren dann unser Schutzschild, die unsere gemeinen Verfolger in Schach gehalten haben. Und genau das schlägt der dritte Teil eures Trauspruchs auch vor. Das hebräische Wort chosim heißt sich bergen, Zuflucht suchen bei Gott, der euer Schild sein will. Wenn wir enttäuscht werden, vielleicht eben auch einmal in der Liebesbeziehung vom Partner, dann, so schlägt es euer Ehemotto vor, rennt heulend zu Gott, weil der euch nämlich nicht gleich mit guten Ratschlägen kommt, sondern Gott tröstet erst einmal. Da kann man einfach so sein wie man ist und dann merkt man, wie Gott so ein unbedingtes Vertrauen in die positive Entwicklung von Ereignissen verströmt, das sich dann so langsam auch auf einen selber abfärbt. Ein kluger Mann hat mal gesagt: „Vertrauen ist ein Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität. Dort wo die rationale Abwägung von Informationen nicht möglich ist aufgrund unüberschaubarer Komplexität, wegen Zeitmangels zur Auswertung oder wegen des gänzlichen Fehlens von Informationen überhaupt, da befähigt einen das Vertrauen dennoch zu einer auf Intuition gestützten Entscheidung.“ Und so geht es uns doch dauernd.
Yves hat mal gesagt, dass er mit Judith faul sein kann, im Sinne von er muss nicht performen, muss nichts beweisen, kann einfach er selbst sein, so wie er ist. Und Judith schätzt an Yves so sehr, dass er ihr Geborgenheit vermittelt und Sicherheit, weil er auch in stressigen Situationen ruhig und optimistisch bleibt. Das geht nur durch Vertrauen.
„Gottes Wege sind vollkommen, des Herrn Worte sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.“
Die Ehe, liebe Judith, lieber Yves, ist ein lebenslanger Prozess des Sich-kennen-lernens, in dem man sich aufeinander zu bewegt. „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen. Ulrich Schaffer hat darüber ein Gedicht geschrieben:
Als wir uns zuerst liebten, /
waren die Wege nach überall offen. /
Jetzt, wo wir sie gegangen sind /
und ihre Illusionen entdeckt haben, /
öffnen sich in den Wegen /
die neuen Wege. //
Jeder Weg hat ein Herz. /
Jede Tat hat ein Ziel. /
Jeder Traum hat ein Erwachen. /
Jedes Herz hat einen Weg. //
Auf den neuen Wegen /
laufen wir die alten zurück /
und entdecken, dass überall /
nur ein Punkt ist, /
in uns. //
So haben wir uns selbst /
auf die Reise nach innen gelockt /
und die schwere Aufgabe der Liebe gestellt.
AMEN.
Sonntag, Mai 27, 2007
Hochzeit in Bad Nauheim
Samstag, Mai 26, 2007
Warten auf Reinigung
So heißt es schon beim Propheten Jesaja in den Kapiteln 63 - 65: "Ach, dass du den Himmel zerrissest, herabstiegest, so dass vor deinem Angesicht die Berge erbeben. (...)
Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen. Vielmehr freut euch und jauchzt allezeit über das, was ich schaffe! Denn siehe, ich schaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Freude. Und ich werde über Jerusalem jubeln und über mein Volk mich freuen. Und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird darin nicht mehr gehört werden. Und es wird dort keinen Säugling mehr geben, der nur wenige Tage alt wird, und keinen Greis, der seine Tage nicht erfüllte. Denn der Jüngste wird im Alter von hundert Jahren sterben, und wer das Alter von hundert Jahren nicht erreicht, wird als verflucht gelten. Sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer bewohnt, sie werden nicht pflanzen, und ein anderer isst. Denn wie die Lebenszeit des Baumes wird die Lebenszeit meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände genießen. Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Tod werden sie zeugen. Denn sie sind die Nachkommen der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprösslinge werden bei ihnen sein. Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören. Wolf und Lamm werden zusammen weiden; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind; und die Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Böses und nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR."
Donnerstag, Mai 24, 2007
Hirten gesucht
Sehen sie nicht toll aus? Heute ist das Bild von der Konfirmation in der Michaelisgemeinde am 13.5. gekommen. Das wollte ich gleich mit euch teilen, damit ihr Segen und positive Energien über diesen wunderbaren jungen Menschen aussprechen oder ausdenken könnt. Habe von einem coolen Engländer gelesen, namens Wigbert, der seine Gemeinde wie eine Herde hütete und auf sie achtete. Solche Vorbilder brauchen wir. Ausgehend davon der heutige Partytip: Achte doch heute mal besonders auf den Zusammenhalt in deiner Familie und unter deinen Freunden. Das kann fröhliche Begegnungen auslösen, also Parties :-)
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